Alkyldiazirine sind photoreaktive funktionelle Gruppen, die häufig beim „photo-affinity labeling“ (PAL) verwendet werden. Sie sind kompakt in der Größe, da sie fast isosterisch zu einer Methylgruppe sind, und sie werden bei einer Wellenlänge (~355 nm) aktiviert, die für Proteine nicht schädlich ist. Photovernetzte Proteintargets werden dann sichtbar gemacht, z.B. durch Fluorophore, Biotin oder radioaktive Markierung. Die Bildung kovalenter Bindungen zwischen den Alkyldiazirinen und entsprechenden Targets ermöglicht die anschließende Reinigung und Identifizierung mit Techniken wie SDS-PAGE, Immunpräzipitation, Biotin-Streptavidin-Affinitätsreinigung und Massenspektrometrie. Alkyldiazirine sind unter typischen Laborlichtbedingungen photostabil, so dass keine Experimente im Dunkeln durchgeführt werden müssen.

Neue Photocrosslinking-Produkte finden Sie hier

 

Smart Simulated Moving Bed Chromatographie (sSMB) – SiChem erhält BMWi-Förderung (ZIM) zusammen mit der TU Clausthal

In der personalisierten Medizin geht es darum, Patienten möglichst individuell zu behandeln. Dabei sollen die verabreichten Medikamente ideal wirken. Oft werden dem Patienten passgenaue Behandlungsstrategien mit mehreren in Kombination wirkenden Medikamenten verabreicht. Das heißt aber auch, dass es immer weniger Blockbuster geben wird, die in großen Chargen produziert und angewendet werden. Die Anzahl der Medikamente, die dann in kleineren Chargengrößen in gewohnter Qualität, also hochrein, produziert werden müssen, wird langfristig steigen.

Die Herstellung solch hochreiner Produkte ist komplex und wird oft per Batch-Chromatographie als selektive und effiziente Technik bewerkstelligt. Dabei sind Prozessauslegung und Up-Scaling relativ einfach. Der guten Trennleistung stehen allerdings ein hohe Produktverluste, relativ geringe Produktivität und vor allem ein hoher Lösungsmittelverbrauch entgegen.

Das kann man mit kontinuierlichen Chromatographie-Prozessen ändern: Produktivitätssteigerungen von Faktor 3 bis 30 und Lösungsmittelreduktion um Faktor 10 sind durchaus möglich.

Derzeit existiert eine Vielzahl von Varianten: angefangen von der Simulated Moving Bed Chromatographie (SMB) über diverse sequenzielle Mehrsäulen-Verschaltungen bis zu spezielleren Verfahren wie der Multicolumn Countercurrent Solvent Gradient Purification (MCSGP)

Jeder Prozess bietet dabei seine eigenen Vorteile und Anwendungsgebiete, aber auch Einschränkungen. Gemeinsam ist den kontinuierlichen Verfahren, dass sie eine sehr hohe Produktqualität bei hohen Durchsätzen liefern. Der apparative Aufwand mit bis zu 8 Chromatographiesäulen und 5 Gradientenpumpen ist aber sehr hoch. Die Anlagen sind daher teuer und werden in kleinen forschenden Pharmafirmen nur selten genutzt.

In diesem Projekt soll nun eine vereinfachte smarte SMB entwickelt werden, die mit nur einer Säule und verschiedenen Adsorbentien auskommt.

 

 

Sehr geehrte Kunden und Partner,

wir alle sind Teil einer komplexen Lieferkette in einer globalisierten Welt, mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Wir erleben derzeit die schnelle globale Verbreitung von COVID-19 und möchten als Lieferant Verantwortung übernehmen: am wichtigsten ist, dass SiChem alle notwendigen Präventivmaßnahmen ergriffen hat, z.B. Homeoffice, wo dies möglich ist. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter und ihre Familien gesund bleiben. Unsere Mitarbeiter werden unsere Kunden weiterhin mit vollem Engagement unterstützen, entweder am Produktionsstandort oder aus dem Homeoffice.

Wir sind überzeugt, dass wir diese Situation gemeinsam meistern werden !

Bleiben Sie gesund,

das SiChem-Team

Vom 12.-15. Dezember findet an der Oregeon Health and Science University (OHSU) in Portland, USA die „Chemical Biology and Physiology Conference 2019“ statt.
Diese alle zwei Jahre stattfindende internationale Konferenz konzentriert sich auf die wachsende Schnittmenge von chemischer Biologie und Physiologie. Dieses spannende Feld bietet innovative Möglichkeiten für die Entwicklung von Wirkstofftargets und Therapiekonzepten. Führende Wissenschaftler aus der ganzen Welt treffen sich hier, um die Zusammenarbeit zu fördern, die Spitzenforschung zu stimulieren und sich fachlich inspirieren zu lassen. Diesjährige Schwerpunkte sind die chemische Physiologie, Bildgebungsverfahren, glykochemische Biologie, Nukleotidchemie und optische Werkzeuge.

 

Wir werden am 6. November  auf der CPhI in Frankfurt sein und haben noch freie Termine – falls Sie uns treffen möchten, schreiben Sie uns einfach, wann Sie Zeit haben (info@sichem.de)

Vom21. bis 22. Oktober 2019 findet in Paris das Symposium „Noncanonical amino acids – Tools for biological and biophysical investigations“ statt. Es wird in Zusammenarbeit mit der French Peptides and Proteins Group (GFPP) organisiert.

Das internationale Symposium konzentriert sich auf  die Verwendung nicht-kanonischer Aminosäuren (ncAAs) in der Peptid- und Proteinforschung. Dabei werden Chemiker, Biochemiker, Biologen und Biophysiker zusammen gebracht, die neue Technologien unter Verwendung von ncAAs entwickeln. Diese können helfen, Antworten auf biologische Fragestellungen zu finden.

SiChem bietet eine Reihe ncAAs für unterschiedliche Experimente an. Hier finden Sie eine Auswahl

In der MALDI-Analytik geht heute der Trend zu großen Probenmengen, langen Scanzeiten sowie örtlich genauer Auflösung der Messung. Heutige MALDI-Matrices limitieren diesen Fortschritt jedoch aus zwei Gründen:
Erstens: Sie sind nicht vakuumstabil. Dadurch verändert sich die Schichtdicke während der Zeit eines MALDI-Scans. Es kommt zu einem Verlust der Sensitivität, zu einer Signaldrift und dadurch zu erheblichen Messfehlern.
Zweitens: Co-Kristalle mit HCCA, 2,5-DHAP oder 2,5-DHB überschreiten in der Regel die Größe von 10µm, weshalb feinere Auflösungen nicht möglich sind.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung neuer vakuumstabiler Matrices, die homogene Co-Kristall-Schichtdicken über 24h mit möglichen Analyten wie Peptiden, Proteinen, Lipiden und Wirkstoffen bilden.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur gezielten und positionsspezifschen Immobilisierung von Enzymen an Trägermaterialien Die Immobilisierung von Enzymen erhöht ihre Stabilität und die Möglichkeit der Wiederverwendbarkeit und lässt katalytische Teilschritte effektiver und mit höherem Umsatz ablaufen. Das Projekt läuft über 36 Monate und hat ein Volumen von gut 500TEUR.

SiChem gratuliert den Chemie-Nobelpreisträgern Frances H. Arnold (California Institute of Technology / Caltech), George P. Smith (University of Missouri), und Gregory Winter (MRC Laboratory of Molecular Biology). SiChem beliefert alle 3 Institute mit seinen nützlichen Tools für die biochemische Forschung.

SiChem sponsert mit pre4U die diesjährige SPICA – das 17te Internationale Symposium für präparative und industrielle Chromatographie.